Bowling-und Kegelsport
Ist Bowling gleich Kegeln? Wenn Sie an Kegeln denken, kommen Ihnen sicherlich diese großen leuchtenden Reklametafeln „BOWLING“ in den Sinn. Dabei ist Bowling und Kegeln nicht das gleiche.
Schon beim Betrachten der Kugel beim Kegeln bzw. beim Bowling des Balls, werden Sie Unterschiede feststellen. Der Ball beim Bowling ist wesentlich größer und schwerer. Damit Sie diesen Ball kontrolliert werfen können, gibt es für den Daumen und den beiden mittleren Finger Löcher. Beim Kegeln hingegen liegt die Kugel in Ihrer Handfläche bis zum Abwurf.
Am Ende der Bahn sehen Sie die in einer Rautenform angeordneten neun Kegel. Beim Bowling werden die 10 Pins im Dreieck aufgestellt. Während die Pins beim Bowling meist frei stehend sind, sind die Kegel an Schnüren befestigt.
Hier haben wir nun unsere erste Gemeinsamkeit der beiden Sportarten. Nach einem kurzen Anlauf werfen Sie die Kugel ab. Dabei wollen Sie mit einem Wurf möglichst viele Kegel bzw. Pins am Ende der Bahn umlegen.
Bei beiden Sportarten müssen Sie nicht über viel Kraft sondern viel mehr über eine saubere Abwurftechnik verfügen. Diese Technik können Sie leicht erlernen.
Woher kommen aber nun diese Sportarten?
Bowling ist vor allem in den USA eine sehr beliebte Sportart. Sie ist eine abgeleitete Variante vom Kegeln.
Kegeln wurde bereits in der Antike von den alten Ägyptern gespielt, jedoch hat es seine heutige Form aus der Zeit der Germanen. So wurde damals mit Steinen auf Kegel-Knochen geworfen.
Später im Mittelalter galt Kegeln bereits als Volksvergnügen. Immer wieder wurde aus verschiedenen Gründen der Sport sogar verboten. Bei der Kirche war sogar von Gotteslästerung die Rede.
Kegeln war ein sehr verbreiteter Freizeitsport und durfte auf Jahrmärkten und Festlichkeiten nicht fehlen. 1786 schrieb der Berliner Mediziner und Gelehrte Johann Georg Krünitz erstmals „13 Regeln für das Kegelspiel“ auf. Teilweise gelten diese Regeln, wie das Übertreten der Linie, noch heute.
In den USA wurde das Kegeln durch ausgewanderte Engländer und Niederländer verbreitet. Jedoch wurde die Sportart 1837 ein weiteres mal in Connecticut verboten. Das war die Geburtsstunde des Bowlings. Um dieses Verbot zu umgehen, wurde ein zehnter Kegel aufgestellt und das Spiel Bowling genannt.
Erst im 19. Jahrhundert wurde aus dem Freizeitkegeln Sportkegeln. Es wurden Kegelverbände gegründet und 1923 fanden die ersten Deutschen Meisterschaften statt.
Bowling gilt hingegen erst seit 1979 als olympiawürdig, wurde jedoch nie in das offizielle Programm mit aufgenommen.
