Hertha BSC

150px-Hertha_BSC_Logo.svgIm Profifußball spricht man hin und wieder von der großen, alten Dame. Gemeint ist damit der italienische Rekordmeister Juventus Turin. Aber auch in Deutschland gibt es in diesem Bereich eine große, alte Dame und zwar den Bundesligisten aus der Hauptstadt – Hertha BSC Berlin.

Gegründet wurde dieser Verein bereits am 25.07.1892 unter dem Namen BFC Hertha 1892. Im Jahre 1923 fusionierte der Verein mit dem Berliner Sport Club und der bis heute gültige Name Hertha BSC Berlin war geboren. Die ersten Fußballspiele trug der Verein auf einem Exerzierplatz im Bezirk Prenzlauer Berg aus bevor man 1905 in Gesundbrunnen einen Sportplatz, den Schebera-Platz, als neue Heimspielstätte fand. Nach der 1923 stattgefundenen Fusion mit dem Berliner Sportclub, erwarb mein altes Eisstadion und es wurde ein neues Fußballstadion gebaut – die Plumpe. Diese Spielstätte war viele Jahre die Heimat der Hertha. In das Olympiastadion zog man erst mit Einführung der Fußball-Bundesliga 1963 ein.

Im Laufe der vielen Jahre des Bestehens konnte Hertha BSC Berlin auch einige Erfolge aufweisen. 1906 wurde man zum ersten Mal Berliner Meister. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft scheiterte man im Halbfinale am VFB Leipzig. In den Jahren 1926 – 1931 erreichte man 6-mal hintereinander das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. In den ersten 4 Jahren verließ man den Platz stets als unterlegene Mannschaft. Im Jahr 1930 errang man den ersten nationalen Titel durch ein 5:4 im Endspiel gegen Holstein Kiel. Im Jahr darauf sollte sofort die zweite Meisterschaft folgen. Dieses Mal stand man im Finale dem TSV 1860 München gegenüber. Das Spiel endete mit einem 3:2 Erfolg für die Berliner.

Weitere Erfolge für Hertha BSC Berlin waren gute Platzierungen in der Bundesliga in den 70er Jahren sowie drei Finalteilnahmen im DFB-Pokal. Auf internationaler Ebene gelang 1979 der Einzug in das Halbfinale des Uefa-Cups. Danach begann ein sportlicher Abstieg, der die alte Dame bis in die Drittklassigkeit herunterkommen ließ. Erst in den 90er Jahren konnte man sich wieder in der obersten Spielklasse zurückmelden und auch endlich wieder etablieren. In den Jahren 2001 und 2002 konnte man sogar den Liga-Pokal gewinnen.

Hertha BSC Berlin ist – mal abgesehen vom rein sportlichen – aber auch immer wieder in die Schlagzeilen geraten. So hatte man in den ersten Jahren der Bundesliga Spieler mit einem Handgeld an die Spree gelockt, was damals streng verboten war (heute lacht man über so etwas). Das hatte den Zwangsabstieg in die Regionalliga zur Folge. Erst Mitte der 90er Jahre hat sich Hertha BSC zu einem seriös geführten Verein entwickelt. Wenn diese Richtung beibehalten wird, dann wird man auch bald wieder von sportlichen Erfolgen in der Hauptstadt hören.