Rudern

Die Fortbewegung eines Wasserfahrzeuges durch menschliche Kraft bezeichnet man als Rudern. Schon in der Antike wurde sich durch Rudern fortbewegt, meistens ruderten die Sklaven. Das Rudern wurde auch damals schon als Sportart betrieben. Der Hamburger Ruderclub wurde 1836 gegründet. 1843 fand die erste Deutsche Ruderregatta in Hamburg statt. Olympisch wurde das Rudern 1896. Durch die schlechten Wetterbedingungen fiel die Disziplin aber aus und wurde somit zum ersten Mal 1900 ausgetragen. Zum Rudern zählt auch der Kanusport. Kanus haben die gleiche Bauweise wie Ruderboote. Der Kanusport fördert Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewichtssinn und Taktik. Der Belastungspunkt beim Kanusport liegt in den Armen und im Rumpf. Abgesehen von Wildwassern zählt Kanusport zu einer risikoarmen Sportart. Seit 1936 ist der Kanurennsport eine olympische Disziplin. Seit 1919 gibt es eine Deutsche Meisterschaft im Kanusport. Dabei betragen die Wettkampfstrecken 200, 500 und 100 Meter. Dabei gibt es verschiedene Disziplinen im Kanusport, wie zum Beispiel Kanuslalom oder Wildwasserrennsport. Auch Kanumarathon oder Kanusegeln ist ein Kanusport. Dabei ist Kanusegeln aber eine Form vom Segeln. Die erfolgreichste Kanusportlerin ist Birgit Fischer. Sie gewann zwölf Medailien, darunter sind acht Goldmedailien. Bei den Männern ist es Gerd Fredriksson. Er gewann sechsmal die Goldmedailie im Einer-Kajak und einmal Gold im Zweier-Kajak. Der Kanurennsport besteht seit 1992, bei den Olympischen Spielen, aus zwölf Disziplinen. Beim Kanuslalom sind es vier Disziplinen. Beim Rudern gibt es bei den Olympischen Spielen verschiedene Bootsgattungen in denen verschieden viele Leute sitzen. Diese reichen von Einer bis Achter. In einem Einer sitzt folglich nur ein Mann und in den anderen Bootsgattungen sitzen Mannschaften von zwei bis acht Mann. Jedes Mitglied einer Mannschaft hat in einem Ruderboot eine besondere Aufgabe. Die Ruderer folgen der Aufgabe des Schlagmannes der im Heck sitzt. Der Bugmann hat vor allem die Aufgabe auf Boote zu achten die vor dem eigenen fahren. Dies ist sehr wichtig, damit keine Unfälle passieren. Auch Wanderfahrten sind eine Attraktion des Rudersportes. Beim Wanderrudern werden Strecken von über dreizig Kilometern befahren. Dabei werden manchmal ganze Flussläufe befahren. Beim Wanderrudern ist es sehr wichtig, die Ruderboote zusätzlich gegen Wellen zu sichern. Zu dem Rudersport zählt aber auch Marathonrudern und Schülerrudern. Beim Wettkampfsport treffen sich die Ruderer auf einer sogenannten Regattastrecke. Auch hier gibt es verschiedene Disziplinen. Dazu zählt Sprint, Normaldistanz und Langstrecke. Auch das Altersklassenrudern ist eine Disziplin. Diese reicht von Kinder bis 14 Jahren zu Senioren und Masterrudern. Um am Masterrudern teilzunehmen muß man mindestens 27 Jahre alt sein. Es gibt auch noch ein Gewichtsklassenrudern, dort geht man nach Alter und Gewicht. Das Rudern zählt zu einer Kraftausdauer-Sportart.